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NoMusicToday // Dokumentation

von Lukas, Georg und Sophie


Während der Improvisation. v.l.n.r: Georg Kathan, Sophie Thurow, Lukas Oslislo

... // Inhaltsverzeichnis

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... // Downloads

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... // Motivation

Mit zunehmender Mediatisierung der Umwelt und voranschreitender technologischer Entwicklung der Medien sind wir künstlichen Geräuschen in ubiquitärer Weise ausgesetzt. Umgebungen in denen man solchen künstlichen Geräuschen ausgesetzt ist bezeichnen wir im Folgendem als Zweckräume. Zweckräume sind Räume die wir benutzen um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Sei es das Einkaufen von Lebensmittel, eine Zugreise oder der Zahnarztbesuch. Unser Fokus liegt bei den künstlichen Geräuschen auf Musik die wir im Folgenden als Zweckmusik bezeichnen. Bei Zweckmusik unterscheiden wir zwischen fremdbestimmter Musik wie z. B. im Kaufhaus oder beim Zahnarzt und eigenbestimmter Musik wie für eine lange Zugfahrt. Beide Arten von Musik dienen dem gleichen Zweck: Ablenkung, Überbrückung von Zeit, Beruhigung.

Als Studenten der Fakultät Digitale Medien beschäftigen wir uns mit den Medien und deren Rezeption. Betrachten wir beispielsweise das Medium Radio, welches in seiner geschichtlichen Entwicklung im Alltag mehr und mehr in den Hintergrund der Wahrnehmung getreten ist. Seine Rezeption erfolgt nicht mehr bewusst sondern als ständiger Begleiter. Diese Entwicklung ist unserer meinung nach auch für den MP3-Player absehbar.

Helikopter! Die Aufmerksamkeit dieser Arbeit gilt den nicht mehr wahrgenommenen Geräuschen, die durch Zweckmusik überlagert werden. In dieser Zeit beschäftigt man sich weniger mit sich selbst.

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... // Zentrale Fragestellung

Was nehmen wir ohne Zweckmusik wahr?
Wie wirken Geräusche in einem Zweckraum, die man dort nicht (unbedingt) erwartet?

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... // Experimente

Experimente // Selbstexperiment

Unsere Theorie ist das Zweckmusik dazu dient unangenehme Situation wie Stille oder Langeweile zu überbrücken wodurch alltägliche Geräusche überlagert werden. Was nehmen wir ohne die Zweckmusik wahr? Diese Frage beantworten wir für uns mit zwei verschiedenen Experimenten. Beide unterliegen drei Kategorien:
Stille, Zweckmusik, Alltagsgeräusche.
Beim ersten Experiment handelt es sich um ein Selbstexperiment. In diesem werden wir uns jeweils für 3 Tage einer dieser Kategorien aussetzen.

  • Was habe ich gehört? / Tätigkeit
  • Worauf achte ich worauf ich normalerweise nicht achte?
  • Tätigkeiten:
    •    1. In der Cafete arbeiten
    •    2. Zähne putzen
    •    3. Essen
  • Was hat man verpasst, was man sonst hört?
  • Auswirkung auf die Tätigkeit?

Lukas (Zweckmusik): coming soon

Georg (Alltagsgeräusche): (Siehe PDF - Reflexion Georg unter Downloads)

Sophie (Stille): coming soon

Experimente // Improvisation

Das zweite Experiment gilt den fremdbestimmten Zweckräumen. Wir testeten an mehreren Probanden in einem Zweckraum in dem man Zweckmusik erwartet, das Verhalten bei Alltagsgeräuschen. Die Rezipienten wurden einige Minuten in diesem Zweckraum mit Umgebungsgeräuschen beschallt.

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... // Zweckraum Zahnarztpraxis (canceled)

Ursprünglich sollte der Ort des Geschehens ein Zweckraum sein, der im Allgemeinen mit negativen Gefühlen assoziiert wird - eine Zahnarztpraxis - da diese typischer Weise mit Zweckmusik beschallt wird um den Patienten vom Geschehen im Behandlungsraum abzulenken. Zur Realisierung wären drei voneinander abgetrennte Räume nötig:

  • Im ersten Raum, dem Behandlungsraum befindet sich wie in der realen Situation eine Person als Rezipient der Improvisation.
  • Im zweiten Raum, dem Wartezimmer sind die weiteren Personen gezwungen zu warten um die typischen Umstände des Arztbesuches zu simulieren. Die Personen werden nacheinander in den Behandlungsraum gebeten und dürfen ihre Erfahrungen nach der Improvisation in einem Gästebuch dokumentieren.
  • Im dritten Raum befindet sich der technische Aufbau, in dem die Performance durchgeführt wird.

Leider haben wir in Furtwangen keine Zahnarztpraxis gefunden, die unsere Improvisation unterstützen wollten.

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... // Zweckraum Friseursalon (done)

Letztendlich haben wir unsere Improvisation im Frisörsalon Dunowell von Frau Arzu Paj in Furtwangen durchgeführt.
Der Salon hat zwei Stockwerke. Während der Improvisation lief im oberem Stockwerk der alltäglich Salonbetrieb ab. Kunden die auf dem Sofa saßen und gewartet haben, andere Kunden die bereits bedient wurden. Im Keller befand sich auch ein ausgebauter Raum in dem sich hauptsächlich unsere Kommilitonen und Professoren aufgehalten haben. Im unteren Geschoss befand sich noch ein kleiner abgetrennter Raum, der als Küche genutzt wird. Dort haben wir uns mit unseren Laptops und anderen Geräten platziert.

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Zweckraum Friseursalon // Technischer Aufbau

Auf drei separaten Notebooks wurden die Patches ausgeführt. Jeder Improvisateur steuerte je ein Patch mit den dazugehörigen Samples. Die drei Soundkarten der Rechner sind mit einem Mischpult verbunden. Das Mischpult wurde innerhalb des dritten Raums (der Küche) von den Improvisateuren abgehört und über einen zweiten Ausgang an eine Surroundanlage, die sich in beiden Geschossen befand, ausgegeben. Diese galt es möglichst unauffällig zu positionieren. Wir wollten die Situation so authentisch wie möglich gestalten. Aus diesem Grunde befanden wir uns mit dem gesamten technischen Equipment in dem kleineren Raum im Untergeschoss und haben lediglich zwei kleine Boxen in die Ecken der beiden Salons gestellt.

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Zweckraum Friseursalon // Anforderungen an den Patch

Der Patch dient primär dazu Audiosamples wiederzugeben, abzumischen und aneinanderzureihen (Loop). Die Samples werden in ihrem Klang nicht verändert um eine authentische Geräuschkulisse zu schaffen. Der Patch stellt vier eigenständige Spuren zur Verfügung auf denen Sounds miteinander kombinierbar sind.


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Zweckraum Friseursalon // Dokumentation

Wir haben unsere Improvisation mit einer Kamera dokumentiert welche, versteckt, in einer Ecke stand. Diese Kamera hat die komplette Improvisation und die anschließende Dokumentation gefilmt. Bewusst haben wir darauf verzichtet einen unserer Kommilitonen zu bitten mit einer Kamera durch den Salon zu laufen und die Zuschauer und uns bei der Arbeit zu filmen. Als stilistisches Mittel haben wir weiterhin bewusst drauf verzichtet die Aufnahme in ECHTZEIT zu machen, sondern uns für die Timelaps Funktion entschieden, welche lediglich zwei Bilder pro Sekunde aufzeichnet.
Um zusätzlich jedoch nicht den Sound und damit den eigentlichen Teil unsere Improvisation missen, haben wir in der Mitte des Raumes im Untergeschoss ein Mikro platziert, welches unsere Klänge aus den Boxen aufzeichnen sollte, sowie die Stimmen und Reaktionen der Zuschauer einfangen. Auf Grund eines technischen Problems mit dem Aufnahmegerät während der Aufzeichnung steht uns dieses Audiomaterial nicht mehr zur Verfügung. Jedoch war es und im Anschluss an die Improvisation möglich die Diskussion und damit die Reaktionen einzufangen. Weiterhin hat Harald Schneider für uns während der gesamten Session Fotos von uns der Situation im unteren Geschoss gemacht.
Am Ende der Improvisation haben wir noch einige Stimmen von unsere Kommilitonen, Kunden und der Frisören eingeholt:
Eine Kundin empfand die Improvisation als nervig und sehr ungewohnt, gerade beim Firsör.

Katja Wahl befand die Kommentare der Friseusen interessant: "Eklig", "Ich kann so nicht arbeiten", "Irritierend". Ansonsten war die Stimmung recht heiter da die Leute über die doch ungewohnten Sounds gelacht haben. Jedoch wurde es auch als lästig empfunden.

Eine andere Kundin widerum hatte gar nichts gehört, da der Fön so laut war.

Eine der Friseusen empfand Geräusche wie das Summen der Bienen oder eine Autohupe als nervig, da sie sehr laut waren und gestört haben. Die Naturgeräusche hingegen wirkend sehr beruhigend und die hätte sie durchaus auch länger hören können.

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... // Soundpakete

Soundpakete // Liste mit Vorschlägen aufzuzeichnender Kläge

(X) = erledigt

Lukas: Straßenbahn, Heizung, Auto (X), Zähneputzen (X), Duschen (X), Zugfahrt (X), Außenatmo (X), Straßenverkehr (X), Abspülen (X) , Auf dem Stuhl schaukeln, Essen zubereiten, Abspülen (X), Durchs Zimmer laufen, Langer gang zur FH, Keller (X), Treppenhaus im Mehrfamilienhaus, Einkaufen ohne Musik (X), Tippen auf der Tastatur (X), Klicken mit der Maus(X), Straßenverkehr an einer großen Kreuzung (X), Menschenmenge draußen (X)

Sophie: Schneeknirschen, Tafel an Kreide, Tippen auf Tastatur, Trinken, Uhr ticken, Blättern, Kochendes Wasser, Regen, Wasserhahn tropft, Autotür knallt (X), Fenster öffnen, Vogelgezwitscher, Hundegebell, Fön (X), Haare bürsten, Bleistift auf Papier, Schere etwas schneiden, jemand geht vorbei der Musik hört mit Kopfhörer, Haare schneiden, Treppe hoch gehen, Stöckelschuhe, Farradkette, Fahrradklingel, Waschmittel, Geschirrgeklapper, Mülltüte raschelt, Rauchen an der Kippe ziehen, Lichtschalter, Türklinke, Spörudelflasche öffnen, Bierdose

Georg: Wind, Sturm, Regen, Schneeknirschen, Wasserhahn, Wassertropfen, Straßengeräusche, menschenmenge (Gemurmel, in der Stadt), Toilettenspülung, Brotschneidemaschine, CD Laufwerk auf/zu, Windspiel, Kiselsteine, In Pfütze treten, Lüfter am Rechner, Kinderlachen, Spielende Kinder, Rhytmisches Quietschgeräusch eines Bettes durch Wand ;-), Drums, Dumpfer Bass durch Wand, Dusche, Shampoo öffnen/schließen, Kochendes Wasser, Toaster, Tastatur tippen, Zuggeräusche, Schritte auf Schnee/Kies/Beton mit verschiedenen Schuhen, Wasserkessel pfeifen, Feuer knistern, knisterndes Holz, Hundebellen, Katzenschnurren /jammern, Katze kratzt von außen an der Tür, Kühe, Schafe, Kugelschreiber klicken, Rasierschaum, Sprühen Deo/Parfum, Sprudel öffnen, Dose Öffnen und kleinmachen, Streichholz an schachtel entzünden, Wunderkerze

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Soundpakete // Tatsächlich verwendete Soundpakete

Wir haben drei Klangsphären geschaffen: Mensch, Umwelt, Raum. Diese haben wir unter uns aufgeteilt und jeder hat sich passende Sounds ausgesucht, von denen er dachte, die könnten gut in die Improvisation eingebracht werden.

Lukas: Raum

  • Tickender Wecker
  • Tickende Bombe
  • Umgebungsgeräusche bei eine Frisör mit leiser Musik(Mannheim)
  • Einkaufen bei Ikea (Mikrofon im Einkaufswagen)
  • Flugzeug startet
  • Atmo im Keller
  • Bahn Station
  • Kirchturm schlägt dreizehn
  • Gespräch im Zug

Georg: Mensch

  • Schließen einer Kellertür
  • Schritte im hallenden Flur
  • Applaus
  • Lachendes Publikum
  • Autofahrt mit Unterhaltung
  • Baby lacht
  • Bar
  • Straßenbahn
  • Kinder
  • Sägen
  • Anfeuerndes Publikum
  • Duschen
  • Herzschlag
  • Herzschalg mit Atemgeräuschen
  • Staubsaugen
  • Tippen auf einer Tastatur

Sophie: Umwelt

  • Park mit Kindern
  • Bee
  • Boath Whistle
  • Bullfrog
  • Cat
  • Alarm Clock
  • Cow
  • Cricket
  • Farm Animals
  • Fire Engine
  • Gale Rattling Windows
  • Gusty wind through wires
  • Jungle Animals
  • Mosquito
  • Night Breeze
  • Owl
  • Rain in woods
  • Seawash calm
  • Seilerstrasse Mannheim
  • Thunder
  • Wespe
  • Wind boat rigging

Kurz vor der Improvisation haben wir spontan entschieden welcher Sound einen guten Einstieg bilden würde. Geeinigt haben wir uns auf die Frisör-Aufnahme aus Lukas Paket. Danach haben wir immer spontan entschieden welcher Sound als nächstes gespielt werden soll. Dabei haben wir versucht ein Thema beziehungsweise Geschichte zu erzählen. Beispielsweise das während eine fiktive Person im Frisörsalon sitzt der Fueralarm losgeht und diese Person auf die Straße Flüchten muss und man Straßengeräusche wie das Klingeln der Straßenbahn oder das Hupen eines Autos vernimmt. Oder ein andere Beispiel welches wir auch durchgeführt haben, dass man Schritte auf einem Sandweg vernimmt. Im Hintergrund begleitet von dem Rauschen der Blätter in einem Wald in dem es plötzlich anfängt zu regenen und eine Eule aufschreit. Wir haben uns bei Auswahl der einzelnen Soundfiles auch an die Reaktionen der Zuschauer im Nebenraum orientiert. Auch wenn wir keinen Blickkontakt hatten, haben wir auf Gelächter oder ähnliches reagiert. So fing die Gruppe mit einmal an sich zu unterhalten, sodass wir den Eindruck hatten Langeweile käme auf und dann zum Beispiel mit einem lauten Donner gekontert haben um die Truppe wieder ruhig und konzentriert zu stimmen.

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... // Impressionen von der Improvisation

Einige Impressionen unseres Publikums im unteren Stockwerk

Einführung vor der Improvisation

Improvisierte Konzentration

Konzentrierte Improvisation

Ein Kommilitone bei der Haarwäsche

Begeistertes Publikum

Farben der Haare

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TERMINE EDIT



Sommer 2012

12.03.11| Immersive Medien


Winter 10/11

14./15.12| Face On Workshop
22.10.10 | Exkursion zum ZKM


Winter 09/10

30.10.09 | Exkursion zum ZKM


Sommer 09

11.06.09 | Workshop mbody
09.06.09 | Tim Otto Roth
05.05.09 | Impromusical
09.04.09 | Chris Ziegler


Winter 08/09

06.12.08 | Seismic Body Memory


Sommer 08

10.07.08 | fogpatch in Rotterdam

Page last modified on 08.12.2009 | Impressum